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FASTTOX

FastTox ist ein neuartiger Biotest, mit dem sich extrem schnell toxische Einflüsse auf Lebewesen messen lassen. Der Test arbeitet mit Einzellern (Ciliaten) – dies sind zwar Mikroorganismen, entsprechen in Aufbau und Ausstattung aber im Wesentlichen komplexen menschlichen Zellen. Einzigartig an FastTox ist, dass die Testorganismen „im Regal“ aufbewahrt werden können und sofort für Testzwecke zur Verfügung stehen, die Zeit zur Testdurchführung nur wenige Minuten beträgt und die Auswertung mit dem Smartphone erfolgt. Die stets hungrigen Zellen werden mit Partikeln gefüttert und deren Aufnahme nach nur 10 Minuten mikroskopisch erfasst. Wenig „Fresslust“ bedeutet Schädigung, viel „Appetit“ steht für normales Verhalten. Mit dem Test wird eine ökologische Schlüsselfunktion von Protozoen – die Verringerung suspendierter Bakterien im Lebensraum Wasser – abgebildet. Preiswerte Ausstattung und Software ermöglichen eine halbautomatische Auswertung ohne besondere Vorkenntnisse. Der besondere Nutzen besteht im Einsatz des Verfahrens als Screening-Methode, um innerhalb von wenigen Minuten wichtige Aussagen zur Basistoxizität gegenüber Lebewesen zu erhalten. Das Verfahren ist vielseitig einsetzbar. Bei den Proben kann es sich um wässrige Chemikalienlösungen, Oberflächenwässer, wässrige Auszüge von Bodenproben, Abfall und Altlasten oder kommunales und industrielles Abwasser handeln. FastTox orientiert sich an einer gesetzlichen Vorschrift zum Nachweis von Chemikalieneffekten auf die Abwasserreinigung (OECD-Test 244). Besonders hier kann FastTox helfen, Havarien in Klärwerken abzuwenden, welche z.B. durch die Einleitung industrieller Abwässer mit Giftstoffen entstehen und mit weitreichenden Auswirkungen auf die Umwelt verbunden sind. 

Dieses Projekt wurde aus Mitteln des BMWi sowie  des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und des Landes Brandenburg gefördert.